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datum: 22.10.2003
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Von Mars und Pluto: Willkommen auf der anderen Seite (von translatorius)

9. Kapitel: Synchronizität oder Gut, dass wir darüber geredet haben

Es ist nicht einfach, in dieser Wohnung zur Ruhe zu kommen. Die Ablenkung durch unsere Gäste ist größer, als wir uns anfangs eingestanden: Es fing erst ganz heimlich und flüchtig an, so dass wir sie zunächst kaum wahrnehmen konnten. „Nur so aus den Augenwinkeln, weißt du.“ Doch dann legten sie einen Zahn zu. Manchmal auch mehrere. Wir bemerkten erst spät, dass die meisten aus dem Hotel ein paar Häuser weiter kommen. Sie fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Bleibe, seitdem so viele Touristen einchecken, um in die Vergangenheit zu reisen. Die Touristen wollen “Ambiente“ und den “Kick“ einer gewissen Ära. Inzwischen bin ich mir sicher, dass die Zeitreisenden gerne einen Zwischenstop in den 80ern machen... In unserer Küche zum Beispiel, wo schon wieder das Licht flackert. Mir bricht der kalte Schweiß aus. Auch Laura wischt sich den Glanz von der Stirn und nickt. Gut, dass wir das besprochen haben.


10. Kapitel: Flaschenpost oder Dass es so kommen musste

Scooter hat uns mit einer fetten Telefonrechnung, einem ranzigen Zimmer und einem Berg Notizbücher sitzen gelassen. Bevor Laura und ihre Schwestern mit Weihrauch und Salzwasser das Zimmer desinfizierten, habe ich mir den Berg zur Brust genommen und alles über die Scooter-Sage gelesen, was ich entziffern konnte: Die 300.000 Jahre lange Geschichte seiner Familie und ihrer Mission. Ich weiß jetzt, dass wir mit einem Nachfahren des wahren Weihnachtsmannes zusammengewohnt haben, und dass Scooters Ahnen einst die Welt beherrschten. Ich sage zu Laura: Du, Scooter hat an was ganz Großem gearbeitet. Da hängt sogar Tolkien mit drin. Laura erwidert: Du, Scooter hat seine letzte Portion Hühnerherzen nicht mehr weggeputzt. Die schimmeln da noch in diesem Topf. Laura und ihr rothaariger Coven reinigen die Räume spirituell. Ich mit SagrotanTM.


11. Kapitel: Stille Post oder Du musst das rote Licht nicht anmachen

Ich habe nichts dagegen, dass Laura im Big Sexy Land arbeitet und Mircella ihr Geld mit RUF! MICH! AN! verdient. Der Geruch im Treppenhaus macht mir nichts aus und ich finde es auch nicht schlimm, am frühen Abend vor dem Haus zwischen Mercedes und BMW Cabrios Slalom laufen zu müssen. Die dummen Fressen mit ihren teuren Lederjacken und schlechten Frisuren stören mich nicht. Auch ist mir die laute Musik und das vereinnehmende Gesabbel Nacht für Nacht scheißegal. Das Einzige, was mich echt auf die Palme bringt, und das werde ich nicht müde zu sagen, das Einzige, wobei sich mir echt die Zehennägel aufrollen...
Scooter, halt endlich dein Maul. Du bist tot, verdammt noch mal.
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