sitzung: 2 [ Protokoll ]
datum: 05.05.2004
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Beanwolf 1 (von synkopus)

(Immer wenn er Bohnen aß...)

Gott, es war wieder einer dieser Abende. Keen parkte den Thunderbird vor dem Vegas-In und schmiß seine Kippe auf die Straße. Bis eben hatte er noch mit dem Gedanken gespielt, seine Schicht zu tauschen. Der Vollmond machte ihn nervös. Aber der Job war ganz gut bezahlt und der Laden okay. Er betrat die Lounge und sog die Mischung aus Rock’n’Roll, den Geruch nach Alkohol und Zigaretten und Extase in sich auf. Die Band gab ihr Bestes und das Mädel, das gerade die Bühne betreten hatte, ließ die Hüften kreisen. Drei weiße Pudel balancierten dazu getupfte Regenschirme auf ihren Hinterpfoten. Der Schuppen war bekannt für seine Strip-Shows und das exotische Ambiente. Keen nickte seinem Boss zu, der sich gerade in geschäftlichen Verhandlungen zu befinden schien, und band sich die Fliege und die Schürze um. Seit ein paar Monaten arbeitete er hier als Barkeeper. Er nahm die ersten Bestellungen auf und die Nacht floß dahin. „Süßer, warum so angespannt heute? Was’n los mit Dir, hmmmm?“ Macy, eine der Tänzerinnen gesellte sich zu ihm. Keen spürte, wie die Unruhe in ihm wuchs. Ein Glas rutschte ihm aus der Hand und zersplitterte am Boden. „Verflucht...!“. Er bückte sich – und sah mit Entsetzen, daß sich die Ursache für seine Fiebrigkeit nicht mehr lange verheimlichen lassen würde: Seine Fingernägel hatten eine klauenhafte Form angenommen und überall sprossen pelzige schwarze Haare. Die Wirkung trat schneller ein, als erwartet. Er mußte hier raus. Sofort! Er stürmte durch den Lieferanteneingang ins Freie und stieß dabei mit Bud zusammen, der sich bereits für seinen Auftritt als „Crazy Ape-Man“ kostümiert hatte. „He Keen, sind wir jetzt Partner oder wieso....“. Keen drängte ihn zur Seite und stürzte zu seinem Wagen. Erstmal runterkommen! Er zwängte sich hinters Lenkrad, dabei platzte sein Hemd auf und das Fell quoll hervor. Ganz ruhig, alles in Ordnung. Ich fahr jetzt einfach rüber zum alten Friedhof, und äh, dann.... Diese verfluchten Bohnen aber auch! Er war vor kurzem auf einen Karton mit Konserven gestoßen, als er den Keller entrümpelt hatte. Das Zeug mußte da schon ewig herumgestanden haben, aber der Inhalt war noch genießbar. Schmeckte sogar vorzüglich. 666 Dosen „Baked Beans“. Nachdem er eine Büchse geleert hatte, fing dann diese Wolfs-Scheiße an. Zuerst war er natürlich erschrocken, dachte, er leide an Halluzinationen. Aber mittlerweile hatte er Gefallen an dieser eigentümlichen Verwandlung gefunden. Die Kumpels aus der Gang würden vielleicht dämlich glotzen! Er mußte beim Gedanken an ihre dummen Fressen grinsen, drehte das Radio lauter, brummte mit Gene Ray im Duett und fuhr lässig auf die Hauptstraße. Andererseits war da wieder dieses Gefühl...diese Lust....diese Lust, Leiber aufzuschlitzen, zu töten, zu jagen....der Sabber tropfte ihm aus der Schnauze. Zum Friedhof mußte er jetzt rechts abbiegen....auf diese Lösung war er bei seinen letzten Wolf-Trips gekommen. Leichenschändungen waren seiner Meinung nach relativ in Ordnung. Heute aber...gierte er nach Opfern, die sich noch wehrten und schrien, ihn bissen und kratzten....er drückte aufs Gas und rauschte an der Begräbnisstätte vorbei....Yess!
Beanwolf 1 von synkopus





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