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datum: 25.05.2006
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Außerhalb das Wunder: The Magical Mystery Tour (von fjodorgarrincha)

Dedicated to the late and beautiful DOUGLAS LINDEMAN


‘13Uhr59Minuten und 55Sekunden.”
Es gibt keine Kuppel mehr und Pegel und Firmament sind eins geworden.

Was ist passiert und wieso bin ich hier ?
Jahre müssen vergangen sein und ich kann sie nicht erklären.
Ich erinnere mich an Nichts. Vielleicht ist ja auch nichts geschehen,
und ich lag überall diese Jahre im Koma.
Dafür aber sind meine Gelenke zu gut geschmiert und meine Muskeln zu straff.
Was also mag geschehen sein ?

Schauen wir nach Vorn, nicht nach Hinten.
Schauen wir also nach Vorn und was sehen wir ?
HUCKLE BERRY, LIL’ CHEETA und AARON PROUST.
Stehen da, am Straßenrand, an einer Bushaltestelle und warten.
Sie tragen Cowboystiefel, bunte Boxershorts, blütenweiße T-Shirts und Designer-Sonnenbrillen.
HUCKLE BERRY hockt auf einer Verstärkerbox, LIL’ CHEETA hat eine Damenhandtasche von Burberry im Arm und AARON PROUST hält sich an einem Mikrophonständer fest.

„Hi, Jungs!“, sage ich beim Näherkommen.
„High Guns!“, äfft mich FRED nach, dieser ekliggrüne Plastikball, den ich unterm rechten Arm geklemmt mit mir herumtrage.

„HALLO RINGO!“, rufen die Jungs, und auch „HEY, STU!“.
„Nein. Das ist nicht STU, das ist FRED.“ berichtige ich und schieße sofort die Frage nach dem Gehen und Stehen an.

„Och,“ macht HUCKLE BERRY und dreht an den Knöpfen seiner Verstärkerbox, „ Mich hat mein Hund gerettet.“. „Mich meine Großmutter“ grinst LIL’ CHEETA. „Und mich meine Canabispflanze“ behauptet AARON.

„Und jetzt? Wohin geht’s?“
„ Nach Ohio.“
„ Nein, nach Oklahoma!“
„Quatsch, nach Omaha Beach!“
„Ich will aber lieber nach Oslo!!“ sagt der Plastikball unter meinem rechten Arm.

„Halt’s Maul, STU!“. „Fresse, FRED!!!“.
Ich lasse ihn fallen und wir treten das Ding platt.

Und jetzt sitzen wir hier, an einer beschissenen Bushaltestelle in Njolinns.
HUCKLE BERRY, LIL’ CHEETA, AARON PROUST und ich, WILLIAM MORE, Musikwissenschaftler und Überlebender.
Wir sitzen hier und warten darauf, die Wunder zu sehen, die sich hinter den Dingen verbergen.

„There’s a Miracle beyond everything.“ sagte SIE, bevor SIE ging und uns wie Dorfdeppen sitzen ließ.

„Halt’s Maul, Fred!“
„Fred ist Tod!“
„Du meinst Stu?“
„Vielleicht, oder wen meinst Du?“

„Gib mir die Zitrone!“
„Nein, die Kirsche!“
„Ach was, die Banane!“
„FLANK MICH, MANN!“

Blütenblätter brennen in meiner Hand und die fünf Bücher Isaaks auch.
Außerhalb das Wunder: The Magical Mystery Tour von fjodorgarrincha





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