sitzung: 13
datum: 06.04.2004
ort: bürgermeister+translatorius
anwesende: bürgermeister, translatorius, pressfleisch, asparagus, zichorius, rio de janeirius, archivarius, dokumentarius, rosamundus, hysterius, britanicus, gast mc haas
texte: 5 [ 1  2  3  4  5 ]
themen: mal wieder 29, ingwersüppchen, parker lewis
fotos: nein
Das Protokoll zur Sitzung vom 06.04.2004 (von rosamundus):

ostsee calling

Gekoppelt mit den neuesten Informationen zu Laminat-Fußböden hier nun endlich das erwartete Protokoll der verschusselten Protokollantin, die tatsächlich ihre Mitschriften vertüddelt hatte.

Das Line-up:
Zu den übrigen ag Allstars gesellte sich Gästin Mc Haas, was dem außergewöhnlichen Umstand geschuldet war, dass Translatorius mit uns in ihren 29. Geburtstag hingefeiert hat.

Es wurde aufgetischt:
Es gibt (zumindest für die Protokollantin) immer zwei wirklich gute Gründe, kein Treffen bei Bürgermeister und Translatorius zu versäumen: 1. die Protokollantin kann hin laufen und 2. Bürgermeister kocht. Zur Feier des Tages gab es Süppchen aus Möhren und Ingwer. Ist gut für die Augen, macht ein schönes Gesicht und Ingwer ist für noch irgendetwas anderes nicht schlecht. Auf jeden Fall war’s köstlich. Der Vater der Protokollantin handhabt das ähnlich, nur nennt es sich dort kirren: erst die Tierchen mit lecker Mais anfüttern und anschließend erschießen. Die Protokollantin hofft, ähnliches droht uns nie. Selbstverständlich standen noch diverse Süßigkeiten rum und irgendwelche harten Getränke in rot etikettierten Flaschen wurden rumgereicht. Geraucht wurde auch.

Vor dem eigentlichen Job:
Zichorius berichtete, dass uns ein David aus Dresden in den 7. Stock irgendeines Künstlerhauses einladen möchte. Auch hier werden wir mit Speis und Trank geködert und ein erstauntes Raunen ging durch die Menge: Es gibt noch Menschen, die den Supermarkt nicht gehört haben. Nix wie hin. Lauwarme Sommernächste an Dresdens Elbe. Näheres wird noch erkundschaftet, berichtet und beschlossen. Dank an David.

Der Job:
An fraglichem Abend wurde dann auch eine wirklich verwegene Sache ausprobiert. Wir brachen unsere eigenen Regeln und lasen uns selbst. Bei der Protokollantin gab’s mal wieder nicht viel zu lesen, bei allen anderen schon.

1. Zichorius las Zichorius („ZICHORIUS’ potsdamerstraße3.“): Schöner 30iger/40iger Jahre Text, wann genau, konnte an diesem Abend nicht bestimmt werden. Aber wer weiß das schon. Wie sich an den auf diesen Abend folgenden Tagen herausstellte, muss es wohl 1943 gewesen sein. Der künstlerischen Freiheit soll auch insofern ein gewisser Spielraum bleiben. Monate, Jahre, was ist das schon!? Wichtig sind Fenster, die aus dem Boden kommen.

2. Archivarius las Archivarius („Da, wo ich herkomme …“): Sie griff telepathisch auf Dokumentarius’ Geistesgut zurück und verarbeitete einen von Dokumentarius nicht geschriebenen Text. Die Protokollantin bittet insofern noch mal um nähere Erläuterungen, wüsste sie doch zu gern, wie das funktioniert. Nähere Erläuterungen zu ihrem Text bestanden darin, dass sie diesen wohl unter Zeitdruck geschrieben hatte. Als ob der Text einer Entschuldigung bedurft hätte...

3. Pressfleisch sprach Pressfleisch („Freestyle“): Er gehört zu den Zeitgenossen, die sich wirklich des Nachts auf der Potse rumtreiben, in Nobel-Tattoo-Läden Champagner trinken gehen und anschließend davon zu berichten wissen. Mittelbares Berlin Nightlife. Dort gab’s wohl auch Bilder mit ebenfalls 30iger/40iger Jahre-Bezug (der Kreislauf funktioniert!) anzugucken. Auch Tattoo-Läden sind nicht mehr, was sie mal waren und die Präferenzen wurden eindeutig bestimmt. Im Kreise für wichtig befundene Anmerkung war dann noch, dass Tattoos unter den Nazis verboten waren. Spießer.

Inzwischen hatte die Protokollantin auch mitbekommen, dass das harte Zeugs aus der Flasche mit rotem Etikett Wodka war. Das nur nebenbei.

4. Rosamundus liest Synkopus („Gnadenschuss“): Auch wenn die Protokollantin dies einfach so stehen lassen würde, muss doch erwähnt werden, dass dies eine Ausnahme von „Breaking our own rules“ war. Rosamundus las Synkopus. Es beschlich uns das Gefühl, dass Synkopus schon den ultimativen Bezug zur neuen Staffel geschaffen hat: „Monster Kids“. Manche sind anderen immer einen Schritt voraus.

5. Translatorius liest Translatorius („Von Mars und Pluto: Godbye today hello tomorrow“): Für die Aktualität gab’s 3 Sternchen. Schön gelesen, mit den Pausen an den richtigen Stellen. So loben wir uns das.

Danach:
Hier kann die Protokollantin nur noch schwer die eigene Handschrift entziffern. Was noch zu erkennen war: Es wurden Alltagsprobleme diskutiert, wobei irgendetwas über das Öffnen von Fenstern gesagt wurde (aha). Es wurde festgestellt, dass es erst 22.00 Uhr war und sich die Befürchtung einstellte, dass die 24.00 Uhr Grenze nicht mehr erreicht werden würde. Hysterius und Britanicus kamen rein. Asparagus erzählte, dass er seltsames Zeug geraucht hätte, was andere Völker, insbesondere wohl die Inder täglich bei der Arbeit rauchen würden, und ihm wiederum aber nicht so gut bekam. Und irgendwann wurde auch noch über Götter und deren Zuteilung zu einzelnen Menschen/Personen etc. gesprochen. Ach ja, thematisiert wurden außerdem die Einflüsse des kommerziellen Erfolgs auf das künstlerische und tatsächliche Wesen von Rockmusikern. Ergänzungen hierzu folgten über den Verteiler. Wie sich später zeigte, sollten Translatorius und Bürgermeister den schwarzen Stuhl entsorgen, denn sowohl Zichorius, der auf diesem saß, brach frühzeitig auf, als auch Pressfleisch, der den Stuhl anschließend besetzte, war plötzlich verschwunden. Kein guter Stuhl. An mehr kann sich die Protokollantin wirklich nicht erinnern. Außer vielleicht, dass Bürgermeister noch Jugenderinnerungen vorkramte und der Protokollantin einen Mann „schenkte“ - Parker Lewis. Sie ist zu Dank verpflichtet.
Frische Ostseegrüße von Rosamundus
 von rosamundus





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