sitzung: 8
datum: 15.07.2005
ort: rio de janeirius
anwesende: asparagus, britanicus, dokumentarius, hysterius, rio de janeirius, synkopus, translatorius
texte: 5 [ 1  2  3  4  5 ]
themen: burg, backfabrik, investition, grundsicherung, moosi, paris hilton
fotos: nein
Das Protokoll zur Sitzung vom 15.07.2005 (von synkopus):

AG back in Town

Nach dem phantastischen 9-Freunde-auf-der-Schlangenburg-Abenteuer war es wieder so weit: Man traf sich zur AG-Sitzung. Gastgeber Rio de Janeirius empfing nacheinander: Synkopus, Hysterius & Britanicus, das verrückte Pärchen mit den Hühnern, eine völlig durchgeweichte Translatorius und schließlich good odd Dokumentarius sowie Asparagus, dem einzigen Nicht-Burgler an diesem Abend.
Ganz in typischer AG-Manier wurden die mitgebrachten Verköstigungen auf Rios rollender Truhe ausgebreitet (unvergesslich: Quick’n’Fresh, eine nach Apfelschampoo riechende Gummi-Perversion aus dem Hause Trolli) und der noch junge Freitagabend nahm seinen Lauf. Translatorius musste erst mal ihre nasse Jeans aufhängen und gesellte sich dann lässig im sexy-80er-Rockband-Burberry-Kurzmäntelchen zu der Runde. Hysterius und Britanicus schlagen vor, sich bei gutem Wetter und Wochenende doch mal bei ihnen zu treffen. Why not? Translatorius gebietet dem losen Geplänkel aber bald Einhalt, weil es ja was Wichtiges zu besprechen gibt: Die anstehende Lesung in der Backfabrik. Doku, wie auf ein Stichwort, springt sofort auf. Er fühlt sich nämlich „ehrlich zu alt“, um für UMME irgendwo zu lesen. Irgendwann muss Schluß sein. Translatorius lenkt ein, sie wird nochmal mit den Veranstaltern verhandeln. Doku kann sich noch nicht ganz beruhigen („Man kann doch nicht ALLES mitbringen“, wo käme man da hin, etc.). Translatorius betrachtet das Problem rational: „Was ist das niedrigste, mit dem wir kommen können?“ Sofort wird über kleine, billige Stereo-Anlagen mit AUX-Buchse und Gitarren-Verstärker diskutiert. Asparagus stellt sich während dessen vor, wie er mit einem Megaphon „Ficki Ficki“ in diverse Zuhörer-Ohren reinbläst. Das Thema hangelt sich voran. „Eintritt?“ – „Logo, sonst kommt keiner“. Okay. Eine weitere Idee wird eingeworfen: Die AG soll quasi als Vorband spielen, ein Beatbox-Strassenmusiker könnte dann nach uns den Rausschmeißer machen. Aber: „Ein Wackelkandidat“, wie Rio bemerkt.
Beschluss: Translatorius soll fragen, ob denn wenigstens ein gewisses Grund-Equipment vorhanden ist. Außerdem zu klären: „Wie groß, wie hoch“. Doku steigt wieder ein, er hätte da nämlich noch einen „ganz kleinen“ Gitarren-Verstärker, der allerdings „voll laut“ ist. Wie auf ein Stichwort meldet sich plötzlich Rosamundus auf Translatorius‘ Handy. Und? Sie hätte evtl. Zugang zu einem Verstärker. Prima!
Ein weiterer Beschluss: Wenn irgendwann mal Kohle übrig ist, wird investiert. Doku überschlägt: So ab 600 Euro wären wir dabei. Geilo, endlich unabhängig.

Aber die nächste Baustelle wartet schon – die Lesungs-Unit. Bestandsaufnahme: Ein Klops ist da, ca. 50 bis 60 Minuten. Also muss der güldene Rotstift von Zichorius nochmal ran. Das Material sollte sowieso gegengecheckt werden. Hysterius würde es „jetzt mitnehmen“ und dann an Translatorius mailen. Die Auswahl der Texte ist zwar subjektiv, aber getroffen. Vertrauen ist alles. Hysterius würde sich dann auch um das Potse-Filmchen kümmern. Cooler Trick: Wenn kein Beamer aufzutreiben ist, knallen wir einfach Fotos von Hysterius‘ Dreharbeiten an die Wand. Dann kann man immer noch per Photoshop unsere Fressen einscannen.

Nachdem nun alles Wesentliche geklärt bzw. delegiert und vehemente sozialpolitsche Ansichten zum Besten gegeben wurden („Grundsicherung für alle, verdammt!“), kommen endlich die Texte des heutigen Abends zum Einsatz.




Asparagus: „Der totale Ausschluß“, vorgetragen von Hysterius und Rio.
Wow! Zur Erklärung: HIT = reines Heroin. Folge = psychische und physische Verelendung sowie vollgeschissene Badewannen. Krasser Einblick in die Drogen-Scene der 80er. Herausbildung einer Avantgarde der Drogen-Therapeuten. Vorlage für Asparagus‘ zweites Buch. Das Gespräch kommt umgehend auf Rudi Mooshammer. Einhellige Meinung: Es ist einfach nicht korrekt, nicht zu zahlen.

Rio: „Die Schönheit und der Fleck“, gelesen von Asparagus.
Spontane Reaktionen: Ooooh! Voll die Burg! Alle Sinneseindrücke drin! Aber auch unverkennbar bier-inspiriert. Und die Burg holt uns plötzlich wieder ein .....uuuaaahhh!!!!

Britanicus liest Britanicus.
Ein sozusagen noch druckfrisches Werk. Fette Affenärsche und ein gottloser Fuck. Sofortige Diskussion über Simultan-Übersetzer und Paris Hilton.

Hysterius: „Ricarda im Himmel“, dargeboten von Translatorius.
Voll psychedelisch! Alles verschiebt sich! Pfarrer Giessler aus Altenburg, das Jesus-Double vom Mittelalter-Markt. Evtl. handelt es sich aber doch um unseren Rio. Who knows?

Tons: „Burg(f)rieden“, dialogisiert von Doku und Synkopus.
„I glaub, ‘ s reißt auf!“. Sich abrollende Ritter und schnelle Schatten. Lesben und Analfick. Apropos, gibt es eigentlich „gute“ Pornos für Lesben? Klar, es soll ja auch Pornos für Blinde geben....



Nach verrichtetem Tagwerk wurde gesoffen bzw. „konsumiert“ wie bei den Templern.

Leute, bis bald! Twinkie, Euer Synkopus


PS: Archivarius, wir vermissen Dich und Deine Texte!
 von synkopus





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