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datum: 21.04.2004
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Wenn Sirius bellen könnte (von rio de janeirius)

Es war kurz vor Mitternacht, als Splinter die eingeschmuggelte Bibel zuklappte und auf den Tisch legte. Unter der Uniform trug sie leichte Kleidung und darunter ein entschlossenes Herz. Splinter löschte das Licht und lauschte. Im Gebäude war alles ruhig, nur vom Park her waren leiernde Gesänge zu hören. Sie trat auf den Flur hinaus und bewegte sich mit dem Vierradantrieb der Evangelien voran.

Das Resultat war perfekt. Hershey nahm zufrieden einen Schluck Kaffee und beugte sich dann wieder über das Mikroskop. Die hellgrün leuchtenden Nematoden schlängelten sich behende durch den Agar, die dunkelgrün schimmernden hingegen kamen kaum vom Fleck. War das schon die Unsterblichkeit? Hershey strich sich über die Bartstoppeln, als sein Mobiltelefon Wagners Walkürenritt piepste.

Auf dem Weg zur inneren Station war sie niemandem begegnet. Das biometrische Kontrollsystem scannte ihre Augen und während Splinter auf Freigabe wartete, ließ sie ihren Daumen über winzige Tasten huschen. Guten Morgen Freiburg, tippte sie, der Sesam wird sich gleich öffnen. Die vierzig Räuber müssen brennen. Ich liebe dich.

Hershey Bachler-Horch hangelte sich in Gedanken durch seinen Stammbaum. Zur Perfektion fehlte nur noch diese eine Verbindung. Die Kannibalen hockten vor den Bildschirmen, hungrig und verschwiegen. Den letzten hatte er vor wenigen Stunden instruiert. Splinter Coomassie, meine Göttin, bald sollst du meine Gattin sein, dachte er und schrieb zurück: Ich dich auch.
Wenn Sirius bellen könnte von rio de janeirius





Die neue Brut
12. Der Gehängte.
Cave Canem
Wenn Sirius bellen könnte


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