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datum: 05.05.2004
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Ein Brauner Zwerg namens Blondini (von rio de janeirius)

Splinter ging die Reihe der schnorchelnden, süßen, frischen Hitler-Klone entlang. Birthday Party is over, meine Nasenbärtchen, sagte sie, zückte ihren Dolch und blickte sich um. Die beiden Nurses lümmelten hinter der Glasscheibe auf einer Couch und zogen sich stilgerecht einen Nazi-Porno rein. Splinter killte ein Baby nach dem andern. Handfläche aufs Gesichtchen pressen, Dolch ins Herzchen und umdrehen. Sie hinterließ eine Spur kleiner Blubberfontänen. Als Splinter die ersten zwanzig liquidiert hatte und zur anderen Reihe wechselte, schaute sie nach den Nurses. Die schubberten auf der Couch hin und her und jede holte sich offenbar gerade bestens gelaunt einen runter.

Hershey schlürfte aus seiner Tasse und erklärte dabei einem Kollegen die Fluoreszenz der Nematoden. Kaffee im Labor?, fragt dieser spöttisch. Wenn es der Unsterblichkeitsfindung dienen kann, antwortete Bachler-Horch und dachte an Coomassie. Und ihre Hippieeltern, die in den 70ern die Spielcasinos von Las Vegas leergeräumt hatten, mittels kleiner Morsesender, die sie in ihren Plateauschuhen einschmuggelten, und mit selbstgeschnitzten Computern, die vorm Casino in einem Lieferwagen versteckt waren. Splinter beherrschte das Spiel, das war sicher.

Am Ende der zweiten Reihe, beim Bettchen Numero Vierzig, entfuhr Splinter ein Oho! Dort lag ein erstaunlich braunes Baby, überraschend indisch aussehend, also geradezu besonders arisch. Der Klon schlug die Augen auf und sagte mit heiserer Stimme: Laß mich am Leben! Ich heiße Blondini - laß uns einen Deal machen! Coomassie hielt den Dolch an sein Kehlköpfchen und sah nach den Nurses. War das eine Falle? Hinter der Glasscheibe knallte ein Sektkorken und schon ging das Gekicher weiter. Was hast Du anzubieten?, fragte Splinter das Teufelchen. Es verzog keine Miene und antwortete trocken: Mein vollständiger Name lautet Blondini Bachler-Horch! Splinter stopfte den Zwerg kurzerhand in den Ausschnitt ihrer Uniform und machte sich aus dem keimfreien Staub. Blondini gab keinen Mucks von sich.

Hershey wartete auf die Erfolgsnachricht aus dem Camp der Raelianer. Aber es waren nur Mails der Kannibalen eingegangen: Wir haben Hunger Hunger Hunger, mailten sie, wir haben Durst Durst Durst! Abgeschmackte Kannibalenbrut, dachte Hershey, euch ist nichts heilig, ihr verfressene Bande! Er griff nach einem frischen Skalpell. Unsere Rache an den Satanisten und den Kindsschlächtern wird perfekt werden, sinnierte Bachler-Horch. Dann kam die gute Botschaft endlich und er strich sich ordentlich Agar auf eine Scheibe Toast: Splinter war durch und draußen, und der Kollege auch - mmmmhh, Agar mit grünflimmernden, quasi-unsterblichen Würmern, lecker!
Ein Brauner Zwerg namens Blondini von rio de janeirius





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