sitzung: 8 [ Protokoll ]
datum: 15.07.2005
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Ricarda im Himmel (von hysterius)

„Seitdem wir wissen, das die Nummer des Biestes nicht 666, sondern 616 ist, genauer gesagt 6616, hat sich unsere Welt vollkommen verändert! „

Pfarrer Giessler deutete auf die Wände der Klosterkirche: „Alles hat sich leicht verschoben.“

Ricarda schaute sich das Gewölbe näher an. Neben den für das beträchtliche Alter typischen Absenkungen (das Kloster wurde im Jahre 1045 erbaut), fiel ihr nichts ungewöhnliches auf. Alles schien normal.

„...und DAS,Frau R...., ist erst der Anfang!“, unterbrach Pfarrer Giessler ihre Gedanken.

„ Jetzt erst wird uns klar, was die Templer, die wie sie wissen das Gebäude eine Zeitlang besetzt hielten, mit diesem Zeichen hier meinten...“

Er zeigte an die Decke, auf ein altes in den Mauerfries gehauenes Wappen. Es bildete eine Art Schlange hinter einem Gitterrost ab. Als Ricardas Blick an Pfarrer Giesslers Arm zum Wappen wanderte, fielen ihr ein paar ungewöhnliche Tattoos auf, die unter dem etwas zu kurzen Ärmel seines Talars hervorblitzten. Auch sie zeigten Schlangen und Gitter, aber auch Dreiecke, Sternenkonstellationen und lauter so Zeug.

Als ob er ihren Blick zu bemerken schien, sank sein Arm wieder nach unten und er fixierte sie mit einem ironischen Lächeln.

„ Zahlen sind die klarste Sprache Gottes, finden sie nicht auch? Ich glaube das nicht nur, weil ich mal Physik studiert habe. Jetzt erst enthüllt sich uns das volle Konzept dieses Wunders! Alles was wir bisher geglaubt haben, ist zusammen gebrochen. “

Der letzte Satz des Pfarrers hallte in dem hohen Gebäude nach. Sein Mund, der in einer leichten Aufwärtsbewegung innehielt, fing plötzlich an zu zittern. Wie unter einer Lupe, verformte er sich und wurde immer grösser. Ricarda wich zurück. Ihr wurde schwindelig. Da schien sich auch der Raum hinter ihm zu krümmen. Wie durch eine Mühle gedreht, fing alles an zu kreisen. Ricarda hielt sich an einer Gebetsbank fest.
„...Ja, ja das ist erstaunlich....“, stotterte sie.

Da war ihr, als ob sie Hilde plötzlich vor sich sah. Oder besser gesagt, Pfarrer Giesslers Gesicht wurde zudem von Hilde. Sie starrte Hilde/Pfarrer Giessler an.
„Erstaunlich, nicht?“, sagte Pfarrer Giessler mit Hildes Stimme.

Er/Sie, beugte sich plötzlich vor. Ricarda erkannte Hildes offenes blondes Haar. Nun voller Diamanten und seiderner Schleier. Ihre wohlgeformte Hand, an der nun ein eigrosser Topaz schimmerte, griff aus dem Nichts an Ricardas Kinn und zog sie an sich.

„Die Liebe ist ein nie zu erlöschendes Feuer!“, hallte es von den sich öffnenden Mauern des Klostes und Hilde presste ihre Lippen auf die von Ricarda. Sie sanken
...7.6.5.4. immer tiefer, tiefer in den Himmel hinein.
Ricarda im Himmel von hysterius





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