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datum: 26.07.2001
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Infraschall (von hysterius)

Hugo hat gesagt, er hat seinen Rocksong so komponiert, daß wenn ihn das Radio spielen würde, was ja nicht der Fall ist, da seine Rocksongs mindestens fünfzehn Minuten lang sind und er ein vollkommen unbekannter, unattraktiver etwas is Alter gekommener Fettsack, mit zurückgegangenem Haaransatz und wenigen dünnen Haarsträhnen ist- also wahrscheinlich auch nicht so schnell berühmt wird.

Aber immerhin, würde das Radio seinen Song spielen, dann würde es langsam anfangen zu brummen. Das Brummen würde sich steigern und zu einem hohen Ton anschwellen. Das Brummen würde erst die Tief und dann die Hochtöner zerfetzen und selbst ein Autoradio mit seiner eher in den Mitten liegenden Klängen würde nicht verschont bleiben.“Also Vorsicht, Lebensgefahr!“

Das ist eine Art Protestbewegung, als Befreiung, als Guerrillakampf und irgendwann will er daraus eine Art Performanceshow machen.

Denn er sagt, gegen das Radio muß unbedingt was gemacht werden. Das kann man so nicht auf sich sitzen lassen.

Jeanette, die Moderatorin der Early Morningshow würde darüber berichten.

Aber nur, wenn man den Song nicht sendet. Sicherheitshalber hat sie gesagt!

Sie würde also nur ein Interview machen und nur erzählen, daß alle Boxen in die Luft gegangen sind, wenn sie denn in die Luft gehen.

Aber immerhin. Sehen kann man ja sowieso nichts im Radio.

J: Hi Leute, wir befinden uns in der Husemannstraße, ich stehe hier neben Hugo. Es ist fünf Uhr morgens. Warum so früh?
H: Na wees doch jeda, dat die Mooninng Shoos der Senda is, wo die Leute ma richti zuhörn, wa! Der Rest is doch Beriesejung, wa!
J: Wow, das ist ja mal ein Lob
H: Dat war nich als Lob jedacht, Bitch!
J: Hugo, Du bist Performancekünstler?
H: Nee, se ick etwa so aus, ick bin Rockmusika, Hevvi Metal! Lets Rock!
J: Stimmt, Wie man sieht hat Hugo auch eine Gitarre um!
H: Dat is een Bass!
J: Auf jedenfall ein Saiteninstrument. Hinter mir befindet sich ein interessanter Aufbau, Türme von Boxen, eine kleine Bühne, mehrere Instrumente und Verstärker..was hast Du mit uns vor-.
H: Ick spiele meen Song- „ Supanovea aus den tiefen det Ozeans, zerhaun dat Univearsum- Raus aus der Kacke Teil eens!“
J:...spielst Du alles selber?
H: Ja, meen Jitarrist, den hats voll zabombt, wa. Hat die Schnauze voll jehabt, wa! Aber det macht nix, kann ick ooch alleene!
J: Ein Multiinstrumentalist! Ihr müßt wissen, wir das Radio können den Song gar nicht spielen, denn Harry
H:Hugo
J: Hugo wird uns zeigen, daß man wenn man seinen Song überträgt, er dann nur durch irgendwelche Frequenzen
H: Infraschall!
J: Infraschallmäßig nicht nur unser Radio, sondern auch alle Boxen zerplatzen, die den Song empfangen. Stimmts?
H: Joh! Dat iss een wichtjer Bestandteel meenes Schaffens, wa. Ik bin Anti Jlobal, Anti Imperial und jejen den Aussverkooff von Jujendkultuuar. Macht Kaputt was Euch Kaputt macht, wa!
J:Dann leg mal los!
H: Ick wollt noch was sajen
J: O.k.
H: Meenem Freund dem Zahntechnicka, wollt ick nur ma raten, er soll si den Senda ausm Zahn neeem wa, jetzt geht’s los wa!
J: O.k. ich schalte jetzt aus, wir hören uns im Studio, unter www. Berlinerradio.fittfm.de, könnt ihr dann die Bilder sehen, www. berlinerradiofittfm.de

Aber leider hat Hugo das zu spät gesagt mit seinem Freund. Kaum hatte Hugo losgelegt, in der Husemannstraße seinen Song Supernovea aus den tiefen des Ozeans, zerhaun einen Teil des Universums“ zu spielen, platzte der Zahn! Nichtlokale Wechselwirkung sozusagen! Das war dann eine ziemlich blutige Angelegenheit und danach war der Sender draußen!

Dafür hatte ich, die Radiobitch, wieder Stimmen im Kopf, wie deprimierend.
Infraschall von hysterius





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